Nur selten huscht bei öffentlichen Auftritten ein Lächeln über ihr Gesicht.GretaThunberg (Jg. 2003) ist sich ihrer Verantwortung, für die Rettung des Klimas zu kämpfen, sehr bewusst – trotz ihres jungen Alters. Regisseur Nathan Grossmann hat sie während der Dreharbeiten für seine Dokumentation aber auch ganz anders erlebt: kichernd, rumalbernd und diskutierfreudig, wie Mädchen im Pubertätsalter eben sind.

Kennengelernt hat der schwedische Filmemacher Greta 2018 in Stockholm. Ein Freund von mir hat die Familie Thunberg getroffen, und sie hatten ihm erzählt, dass Greta einen Sitzstreik planen würde, um für das Klima zu protestieren, weil sie das Gefühl hat, dass niemand etwas unternimmt. In Schweden standen die nationalen Wahlen vor der Tür und sie wollte zeigen, wie wichtig dieses Thema ist. Wir hielten uns im Hintergrund und dachten, wir könnten ein oder zwei Tage drehen und sehen, was passiert.“

Viel unterwegs in Sachen Klimaschutz: Greta bei einer Protest-Demo in Bristol/GB (2020)

Es kam ganz anders: Eine nachhaltige Freundschaft entstand und am Ende ein anrührender und aufschlussreicher Dokumentarfilm: „I am Greta“ (Deutscher Titel: „Ich bin Greta“). Weltpremiere hatte er bei den Filmfestspielen in Venedig. Greta konnte nicht persönlich nach Venedig kommen. Doch für die Pressekonferenz war sie per Videoschalte aus Stockholm zugeschaltet.

Aus der Kurzfilmidee wurde ein Dokumentarfilm

Den Anfang nahm die vage Filmidee von Nathan Grossmann bei ihrem ersten Schulstreik 2018. Die 15-jährige Greta – damals noch völlig unbekannt – sitzt mitten im Winter mit Mütze und Handschuhen und ihrem Pappschild vor der Schule: „Skolstrejk“ für den Klimaschutz kündigt sie an.

Ihre Beharrlichkeit für den Klimaschutz steckt viele junge Menschen an: Greta in Berlin (20.8.2019)

Anfangs ist sie allein. Aber Immer mehr Menschen kommen dazu, fragen, bleiben aus Interesse stehen. Nathan Grossmann filmt alles. Schnell wird ihm klar, dass er die Kamera vom Stativ…