US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden haben vor der US-Präsidentschaftswahl bei unterschiedlichen TV-Sendern Fragen der Bürger beantwortet. Die zeitgleich übertragenen Veranstaltungen waren nötig geworden, nachdem US-Präsident Trump sich mit dem Coronavirus infiziert hatte und das ursprünglich geplante zweite TV-Duell der beiden geplatzt war.

Bei der „Town Hall“ des Senders NBC in Miami distanzierte sich Trump nun von Rechtsradikalen, griff zugleich aber Linke und die Antifa scharf an. Er habe Rechtsradikale „seit Jahren“ verurteilt, sagte Trump auf ausdrückliche Nachfrage der Moderatorin Savannah Guthrie. Er verurteile aber auch die Antifa und „diese Menschen auf der Linken, die unsere Städte niederbrennen“.

Von der Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon distanzierte sich Trump jedoch nicht. Er wisse nichts von der Bewegung. „Lassen Sie mich Ihnen nur sagen, was ich darüber höre, ist, dass sie sehr entschieden gegen Pädophilie sind, und dem stimme ich zu“, sagte Trump.

Trump bagatellisiert private Schulden

Trump gestand zudem, Schulden zu haben. Diese würden von seinem Vermögen jedoch mehr als aufgewogen. „Es ist ein winziger Prozentsatz meines Nettovermögens“, sagte der Präsident. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, Trump habe persönliche Schulden in Höhe von 421 Millionen Dollar. Trump wollte sich zunächst zwar auf Nachfrage der Moderatorin nicht auf eine konkrete Summe festlegen, sprach dann aber selbst von „400 Millionen Dollar“.

Bei diesen Schulden handele es sich um eine kleine Sache, sagte Trump. Auf die Frage, ob er auch bei ausländischen Organisationen in der Kreide stehe, sagte er: „Nicht, dass ich wüsste.“ Er schulde keinen „finsteren Leuten“ Geld.

Über den Kampf gegen das Coronavirus äußerte sich Trump gewohnt zuversichtlich. „Wir sind dabei, über den Berg zu kommen“, sagte er. 

Biden ist gegen Erweiterung des Supreme Courts

Herausforderer Biden sah das bei der Fragerunde beim Sender ABC völlig…