Treffen in Brüssel
Vier Plätze bleiben frei – EU-Gipfel kämpft mit dem Coronavirus

Staats- und Regierungschefs der EU, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Macron

© Kenzo Tribouillard / POOL / AFP

Für die Bürger gelten wegen Corona fast überall in Europa wieder harte Einschränkungen. Die Zahl der Infektionen steigt und steigt. Und doch kommen zum EU-Gipfel Hunderte Menschen zusammen. Für Ursula von der Leyen dauert das Treffen nur wenige Minuten. Muss das sein?

Der Brüsseler EU-Gipfel hatte gerade erst begonnen, da war er für Ursula von der Leyen auch schon wieder vorbei. Anstatt Kanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag über den Brexit-Streit zu informieren, verließ die Präsidentin der EU-Kommission schnurstracks den Europäischen Rat.

Eine Person aus ihrem Sekretariat war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vorsichtshalber ist von der Leyen nun – trotz eines negativen Tests – für eine Woche in Selbstisolation. Tags darauf folgte ihr Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin. Auch sie hatte Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Zum Ende des Gipfels fehlten coronabedingt vier Teilnehmer. Sinnbild für Gipfel in Zeiten der zweiten Corona-Welle? 

Muss so…