Zum ersten Mal seit April melden die deutschen Gesundheitsämter wieder mehr als 5000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch die Regierungschefs der Länder wollen erreichen, dass dieser Wert wieder deutlich niedriger ausfällt. Mit welchen Mitteln das gemeinsame Ziel erreicht werden soll – darüber herrscht allerdings keine einheitliche Meinung. Ein kurzer Überblick über die aktuellen Maßnahmen unserer europäischen Nachbarn.

In den Niederlanden gilt ab Mittwochabend ein eingeschränkter Lockdown. Bars, Cafés und Restaurants müssen schließen, Speisen und Getränke dürfen nur noch zum Mitnehmen angeboten werden. Für den Zeitraum von 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr gilt zudem ein Verkaufs- und Konsumverbot für Alkohol und Cannabis. Außerdem dürfen die Niederländer nur noch drei Besucher pro Tag bei sich zu Hause empfangen. In öffentlichen Räumen gilt eine Maskenpflicht. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten weisen die Niederlande derzeit die dritthöchste Rate an Neuinfektionen pro 100.000 Menschen in Europa auf.

In Tschechien ist die Zahl der Neuinfektionen noch höher als in den Niederlanden. Zuletzt lag sie bei 389 pro 100.000 Einwohner. Ab Mittwoch müssen deshalb Bars und Restaurants komplett geschlossen bleiben. Zudem gilt ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Private Treffen werden auf maximal sechs Teilnehmer beschränkt, der Unterricht in den Grundschulen findet – ebenso wie bereits in den weiterführenden Schulen und Universitäten – nur noch digital statt.

Szene aus einer Bar in Prag – vorerst nicht mehr möglich

In Kroatien, wo vier Millionen Menschen leben, verzeichneten die Gesundheitsbehörden mit 748 nachgewiesenen Neuinfektionen innerhalb 24 Stunden einen Höchststand. In öffentlichen Gebäuden müssen schon seit Anfang der Woche Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Bars und Restaurants müssen um Mitternacht schließen, die Zahl der Gäste…