So viel wie nötig – aber so wenig wie möglich: Innerhalb dieser Parameter ringen Bund und Länder, Stadt und Land, Politik und Gesellschaft seit Monaten um das richtige Maß an Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Denn auch wenn sich im Laufe der Pandemie vieles, was man über das Virus zu wissen glaubte, verändert hat, eine Konstante ist geblieben: Das wirksamste Mittel, um die Fallzahlen zu bremsen, bleibt das Herunterfahren von Begegnungen aller Art. Doch weil darunter Menschen und Wirtschaft gleichermaßen stark leiden, müssen die Maßnahmen immer wieder aufs Neue austariert werden.

Einen neuen Anlauf haben die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin am Mittwoch in Berlin unternommen. Doch sind die am späten Abend getroffenen Einigungen nun zu strikt oder zu lasch?

Im Kern haben sich die Beteiligten auf eine Art Ampelsystem geeinigt, ohne es so zu nennen. Spätestens bei 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sollen die betroffenen Landkreise weitere Beschränkungen beschließen:

Feiern zu Hause maximal noch mit 15 Teilnehmern, im öffentlichen Raum liegt die Zahl bei maximal 25.

Ergänzende Maskenpflicht im öffentlichen Raum, überall dort, wo Menschen eng zusammenkommen.

Sperrstunde in der Gastronomie, eine genaue Uhrzeit ist nicht vorgeschrieben.

Die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen soll begrenzt werden.

Spätestens bei 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sollen die Maßnahmen dann weiter verschärft werden:

Gefeiert werden darf maximal noch mit zehn Personen. Wenn die Party zu Hause steigt, dürfen die Teilnehmer zudem nur aus zwei Haushalten kommen.

Vorgesehen ist eine generelle Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen

Öffentliche Veranstaltungen sollen maximal mit 100 Teilnehmern stattfinden. Es sei denn, es liegt ein Hygienekonzept vor.

Gastronomien sollen um 23 Uhr schließen

Die Maskenpflicht soll erweitert werden. Was genau das bedeutet, geht aus dem Beschluss nicht hervor.

„Wir haben die Chance…