Massenprotest
Versammlungsverbot und Festnahmen in Bangkok

Pro-demokratische Demonstranten stoßen während eines Protests mit Polizisten zusammen. Foto: Rapeephat Sitichailapa/AP/dpa

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Seit mehrern Wochen dauern die Proteste der Demokratiebewegung nunmehr an. Sie fordern den Rücktritt von Regierungschef Prayut Chan-o-cha, Neuwahlen und umfassende Reformen. Nun greift die Regierung hart durch.

Die Regierung in Thailand greift nach der jüngsten Großdemonstration in Bangkok hart durch: Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha erließ eine Dringlichkeitsverordnung und verhängte ein Versammlungsverbot.

Zusammenkünfte von mehr als fünf Menschen sind in Bangkok nun verboten, berichtete die Zeitung «Bangkok Post». Polizeisprecher Krissana Pattanacharoen bestätigte, dass 20 Aktivisten inhaftiert worden seien, unter ihnen die wichtigsten Anführer der Bewegung.

Zudem zog ein Großaufgebot von Sicherheitskräften zu dem Ort in der Nähe des Regierungssitzes, an dem die Demonstranten nach der Kundgebung vom Mittwoch kampiert hatten. Die meisten waren da aber schon abgezogen. Anon Nampa, einer der Hauptanführer der Proteste, hatte zuvor gesagt: «Wenn sie wirklich angreifen, dann haben wir vereinbart, still zu sitzen und nicht mit ihnen zu…