Galeria Karstadt Kaufhof macht ernst: Nach dem erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens schließt der deutsche Warenhauskonzern in dieser Woche eine ganze Reihe nicht mehr rentabler Filialen. Das Kaufhof-Warenhaus in der Hamburger Mönckebergstraße stellte schon am Mittwoch für immer den Warenverkauf ein, ebenso der Kaufhof in Essen.

Weitere Filialen, unter anderem in Braunschweig, Witten und Fulda sollen in den nächsten Tagen folgen. Wie viele genau, darüber wollte ein Unternehmenssprecher bislang keine Auskunft geben.

Insgesamt sieht das Sanierungskonzept des Konzerns die Schließung von gut 40 der zuletzt noch rund 170 Warenhäuser vor. Allerdings kommt die Schließung der betroffenen Häuser nicht auf einen Schlag. Einige von ihnen sollen noch für das Weihnachtsgeschäft geöffnet bleiben und erst im Januar dicht machen.

Tausende Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze

Der traditionsreiche Warenhauskonzern war in der Coronakrise in eine massive Schieflage geraten und hatte Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Im Zuge des Insolvenzverfahrens gelang es, Schulden in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro abzuschütteln. Anfang Oktober ließ Galeria Karstadt Kaufhof das Insolvenzverfahren hinter sich.

Für Tausende Mitarbeiter bedeutet der Neustart den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Fast 130 Kaufhäuser und mehr als 16.000 Arbeitsplätze sollen aber erhalten bleiben.

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