Der Medizinkonzern Drägerwerk profitiert weiter von der hohen Nachfrage nach seinen Produkten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um rund 30 Prozent auf 862,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sprang sogar von 9,3 auf 127 Millionen Euro in die Höhe, das entspricht einem Plus von rund 1265 Prozent. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen zeitweise um rund 3,2 Prozent zu.

Drägerwerk produziert unter anderem Beatmungsgeräte für Lungenkranke sowie Mund-Nasenschutz-Masken. Das Unternehmen erwartet für 2020 nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 bis 22 Prozent und eine Ebit-Marge zwischen 7 und 11 Prozent. Dies dürfte sich jedoch 2021 nicht so fortsetzen. Das Management schätzt aktuell, dass Umsatzvolumen und Ergebnis im Folgejahr unter dem aktuellen Niveau liegen werden.

Drägerwerk habe gute vorläufige Zahlen vorgelegt, befanden die Analysten der Commerzbank und Warburg. Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum jedoch nachlassen, wenn hoffentlich ein Impfstoff auf den Markt kommt.

Die Dräger-Aktie war Ende März bis auf 108,50 Euro nach oben geschossen. In den vergangenen Monaten lag sie bei rund 90 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier um mehr als ein Drittel an Wert gewonnen.

Icon: Der Spiegel