oder Modifikationen des Miteinander-Seins

Ein Kommentar von Bernhard Loyen

Wir müssen der Wahrheit ins Auge schauen, so der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder zu Beginn einer Pressekonferenz der Bayerischen Staatsregierung am Dienstag dieser Woche. Ja, müssen wir. Der Politiker kam sichtlich zufrieden und in sich ruhend zu dieser Veranstaltung. Es sind seine Wochen, Monate. Er selber sieht sich durchgehend als Macher. Viele Bürger empfinden ihn nur noch als Oberschmied einer künstlichen Krise. Mit jedem Interview, jeder Meldung zur Person Söder, denken sich immer mehr Menschen – was hat er jetzt wieder für ein heißes Verordnungs- Eisen, welch Hiobsbotschaft an das Fußvolk zu verkünden?

Es präsentierte sich ein Trio mit dem Ministerpräsidenten Bayerns, mit dem Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, d.h. dem Verein, der demokratie- und bürgerfeindliche Planspiele entwickelt, um sie im Anschluss unseren Politikern zu diktieren und der Vorsitzenden des bayerischen Dreierrats Grundrechtsschutz, Susanne Breit-Keßler (ehemalige Regionalbischöfin für München und Oberbayern). Herr Söder ergänzte den Begriff Dreierrat noch mit Ethikrat. Das war aufschlussreich, da sich im Verlauf dieses Textes erneut zeigen wird, wie aus dem Elfenbeinturm der Politik heraus ausführende Macht in Zeiten dieser Gesellschaftskrise definiert wird.

Es lohnt sich solchen Veranstaltungen zu lauschen, da sie hervorragend vermitteln, wie im Hintergrund die Nötigungen und Gängelungen von Millionen Bürgern geplant und vorbereitet werden. Frau Breit-Keßler hätte die beiden Herren dahingehend nochmal beraten, so Söder, wie in den nächsten Wochen und Monaten die Kommunikation zu gestalten, auf was besonders zu achten sei. Bei solchen Aussagen greift automatisch die kritische AHA-Formel restdenkender Bürger. Aufpassen, Hinterfragen, Achtsamkeit. Aha, wie ist sie denn zu gestalten, die Kommunikation?…