Nationale Akademie der Wissenschaften
Leopoldina kritisiert vereinbarte Corona-Regelungen als unzureichend

Bundeskanzlerin Angela Merkel (2.v.r) kommt mit Markus Söder (r.) und Michael Müller (vorne) nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder zu steigenden Infektionszahlen und weiteren Corona-Maßnahmen zu einer Pressekonferenz

© Stefanie Loos / DPA

„Nicht ausreichend, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und einzudämmen“: So urteilt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina über die neuen Corona-Maßnahmen. Die Wissenschaftler fordern einheitliche Regeln. 

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat die beim Bund-Länder-Treffen beschlossenen Corona-Maßnahmen als unzureichend kritisiert. Die vereinbarten Regelungen seien „nicht ausreichend, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und einzudämmen“, erklärte die Nationalakademie am Donnerstag in Halle an der Saale.

Die Wissenschaftler verwiesen auf die seit Tagen sprunghaft steigende Zahl von Neuinfektionen „in fast allen Regionen Deutschlands“. In den meisten europäischen Nachbarländern sei das Infektionsgeschehen bereits außer Kontrolle. Auch in Deutschland seien viele Infektionsketten in Hotspots schon jetzt nicht mehr nachzuverfolgen.