Am 3. November wählen die USA offiziell einen neuen Präsidenten. Doch tatsächlich haben die Wahlen in dem riesigen Land längst begonnen – in vielen Bundesstaaten sind einige Wahllokale bereits für die so genannten Frühwahlen geöffnet. Vielerorts bilden sich lange Schlangen. Oft müssen die Wähler wie hier im US-Bundesstaat Georgia stundenlang warten, unter anderem, weil Wahlcomputer nicht richtig funktionierten. 

Keenan Blount 
„Nehmt einen Stuhl mit, etwas zu lesen und ladet euer Telefon auf.“ 

Reporter 
„Wie lange haben Sie gewartet?“ 

Keenan Blount 
„Fünf Stunden.“ 

Reporter 
„War es das wert?“ 

Keenan Blount 
„Ja, es hat sich gelohnt.“ 

Ein Grund für die zahlreichen Frühwähler ist die Corona-Pandemie. Manche gehen dem vermutlich noch größeren Menschenandrang am eigentlichen Wahltag aus dem Weg. Andere wiederum wollen ganz sicher sein, dass ihr Wahlzettel auch wirklich ankommt – kein Wunder angesichts der Unsicherheit, die US-Präsident Trump seit Monaten in Sachen Briefwahl schürt. Und das ausgerechnet bei einer Entscheidung, die beide Lager als Schicksalswahl betrachten. 

Carmel Mathews 
„Diese Wahl ist komplexer, so könnte man es sagen. Biden gegen Trump, das macht die Sache dringlicher.“ 

Steve Butts 
„Ich empfehle sehr, das Wählen früh zu erledigen. Dann ist die Stimme im System. Dann musst du nicht in den Nachrichten hören, dass eine abgefackelte Tasche mit Wahlzetteln irgendwo im Unterholz gefunden wurde.“ 

Texas. Auch hier brauchen die Frühwähler Geduld. Die hochschwangere Jessica Thomas will unbedingt noch wählen, bevor sie ihr Kind zur Welt bringt. 

Jessica Thomas 
„Morgen ist der Stichtag. Ich habe überlegt, ob ich bleiben soll. Ich habe mich dafür entschieden, damit meine Stimme zählt. 

Maryann Demayo 
„Wir sind früh hier, es ist nicht unangenehm. Es scheint, dass alle kooperativ sind.“ 

In Texas liegen die Republikaner traditionell vorne. Diesmal ist das Rennen enger: In den Umfragen liegt Joe…