Südkaukasus
Berg-Karabach: Aserbaidschan bringt Gebiete unter Kontrolle

Ein Blindgänger steckt auf einer Wiese im Boden fest, nachdem das Dorf Martuni seitens der aserbaidschanischen Armee beschossen wurde. Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Wire/dpa

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Zum ersten Mal bestätigen Armenien und Berg-Karabach Gebietsverluste und einen teilweisen Rückzug in der umkämpften Südkaukasusregion. Aserbaidschan feiert den Vormarsch. Wird das öl- und gasreiche Land das abtrünnige Gebiet bald komplett zurückerobern?

Bei Kämpfen um die Südkaukasusregion Berg-Karabach hat Aserbaidschan erneut mehrere Ortschaften eingenommen.

Der Anführer der umkämpften Region, Araik Arutjunjan, teilte am Mittwoch mit, dass es Aserbaidschan gelungen sei, die Front tief in das Konfliktgebiet zu verschieben. Armenien bestätigte, dass das aserbaidschanische Militär Gebiete unter seine Kontrolle gebracht habe. Es war die erste offizielle Bestätigung dieser Art.

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev gab im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt, dass das Militär acht Dörfer zurückerobert habe. Die Behörden in der Hauptstadt Baku sprechen von nun insgesamt 45 Ortschaften, die sie wieder unter ihre Kontrolle gebracht hätten. Armenien und Berg-Karabach…