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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht die steigenden Corona-Neuinfektionen in Deutschland mit Sorge. „Uns allen bereiten die steigenden Zahlen Sorgen und das zurecht, aber wir stehen dem Virus nicht machtlos gegenüber“, sagte er auf der Bundespressekonferenz am Mittwoch. „Aber wir alle können einen echten Unterschied machen.“ Dazu benötige es zwar Freiheit und Verzicht, so der Gesundheitsminister. Jedoch bedeute das auch, „heute auf etwas zu verzichten, um morgen wieder mehr zu haben“. „Wir wollen Weihnachten mit der Familie möglich machen und die kommenden Wochen mit möglichst wenigen Beschränkungen überstehen“, sagte er.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland erneut gestiegen: 5132 Fälle wurden am Dienstag von den Gesundheitsämtern an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Seit April hat es nicht so viele Neuinfektionen gegeben. Allerdings sind die Zahlen schwierig zu vergleichen, weil auch die Testkapazitäten gestiegen sind. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg auf 334.585. Bei den Todesfällen verzeichnet das RKI einen sprunghaften Anstieg von tags zuvor 13 auf 43. 

„Die schweren Verläufe von Covid-19 werden weiter zunehmen, daher müssen wir verhindern, dass zusätzlich die Grippekranken zunehmen“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler zur Notwendigkeit der Grippeimpfung, um die es bei der Pressekonferenz hauptsächlich ging. Covid-19 könne zu Leiden führen, die noch Monate anhalten können. „Wenn viele Covid-19-Fälle und viele Grippefälle auftreten, befürchten wir, dass das Gesundheitssystem überlastet wird“, sagte Wieler. Daher sei es wichtig, sowohl die Corona-Zahlen als auch die Grippe gering zu halten. Gegen die Grippe gebe es seit vielen Jahrzehnten einen wirksamen Impfstoff.

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