Wer weiß, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat, kann sich selbst isolieren und die Menschen warnen, mit denen er zuletzt Kontakt hatte – aus diesem Grund gehören Coronavirus-Tests seit Beginn der Pandemie mit zum wichtigsten Instrument, um das Virus einzudämmen. Im Frühjahr waren die Testkapazitäten noch relativ begrenzt und das Robert Koch-Institut (RKI) empfahl vor allem Menschen mit einschlägigen Symptomen oder Risikokontakten, sich testen zu lassen.

Mittlerweile können deutsche Labors rund 1,5 Millionen PCR-Tests pro Woche auswerten. Neben der Polymerase-Kettenreaktion sind inzwischen weitere Testverfahren hinzugekommen, die es ermöglichen sollen, noch mehr Erkenntnisse über die Virusausbreitung in der Bevölkerung zu gewinnen. So bieten einige Hersteller seit Kurzem auch Antigen-Schnelltests an, die mitunter in 15 Minuten ein Ergebnis anzeigen (mehr dazu lesen Sie hier). Dazu kommen Antikörpertests, mit denen man testen kann, ob jemand bereits mit Sars-CoV-2 infiziert war.

Jetzt hat die Bundesregierung zum dritten Mal die Coronavirus-Testverordnung für Deutschland überarbeitet. Am Mittwochmorgen wurde sie von Jens Spahn unterschrieben, ab Donnerstag tritt sie in Kraft. Wer soll ab jetzt getestet werden? Und welches Testverfahren kommt wann zum Einsatz? Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Wer wird getestet?

Symptomatische Personen
Alle Personen, die einschlägige Covid-19-Symptome aufweisen. Dabei müssen andere mögliche Erkrankungen, wie etwa die Influenza, berücksichtigt werden.

Kontaktpersonen
Als Kontaktpersonen gelten Personen, die in den vergangenen zehn Tagen
in Gesprächssituationen mindestens 15 Minuten engen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten,
im gleichen Haushalt mit einem bestätigten Fall leben,
– in einer Situation waren, in der es zu Aerosol-Übertragung gekommen sein könnte (etwa Feiern, Sport in Innenräumen, Chorproben),
– mit einer Corona-positiven Person für eine Zeit von mehr als 30 Minuten in relativ…