Der Bund will nach SPIEGEL-Informationen eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in der Beschlussvorlage für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder, die dem SPIEGEL vorliegt.

Zudem soll ab 35 Neuinfektionen die Teilnehmerzahl von Veranstaltungen begrenzt werden, das genaue Maximum ist demnach noch festzulegen. Gleiches gilt für den Beginn der Sperrstunde für die Gastronomie. Die Details dürften Gegenstand der Gespräche am Mittwochnachmittag sein.

Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 50 übersteigen, sollen die Länder weiterhin „konsequent verschärfende lokale Beschränkungsmaßnahmen ergreifen“, heißt es in dem Papier weiter. Dazu können dann auch Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum gehören. Die Maßnahmen sollen „zielgerichtet und überregional vergleichbar“ sein.

Die Bürger werden zudem gebeten, genau abzuwägen, ob Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis derzeit nötig sind. Sie gelten als eine der wesentlichen Infektionsquellen.

Neue Regeln zum umstrittenen Beherbergungsverbot sind in dem Entwurf hingegen nicht enthalten. Vielmehr werden die Bürger „eindringlich“ aufgefordert, nicht erforderliche Reisen aus Risikogebieten heraus und in innerdeutsche Gebiete mit hohen Infektionszahlen hinein zu vermeiden. In vielen Bundesländern müssen Reisende aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen bereits jetzt negative Corona-Tests vorlegen, wenn sie in Hotels oder Pensionen übernachten wollen. Übernachtungen bei Freunden und Familie dagegen sind erlaubt. Die Regelung hatte angesichts der Herbstferien in vielen Bundesländern für Diskussionen gesorgt.

Außerdem will der Bund die Hilfsmaßnahmen für besonders von der…