Kampf gegen Weltraumschrott
Gestra-Radar: mit deutscher Spitzentechnik gegen Crashs im All

Satellitenteile, Raketenreste, verlorene Werkezuge: Rund 900.000 Teile Weltraumschrott umschwirren die Erde. Der DLR-Radar Gestra soll künftig das Chaos überwachen, so dass Kollisionen vermieden werden können.

© Esa

Hunderttausende Teile Weltraumschrott umschwirren die Erde. Eine Gefahr für die ISS und die vielen Satelliten für Kommunikation, Internet und Navigation. Mit deutscher Radartechnik sollen Kollisionen im All künftig vermieden werden.

Unfall im Weltraum? Schon mehr als 900.000 teils kleine Schrottobjekte, Tausende Satelliten sowie Raumfahrzeuge ziehen nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihre Bahnen. Die Kollisionsgefahr wächst. Das DLR stellt daher an diesem Dienstag in Koblenz nach eigenen Angaben das „erste in Deutschland entwickelte und gebaute Weltraumüberwachungsradar“ vor. 

Die Spitzentechnik für 44,5 Millionen Euro soll Weltraumschrott in erdnahen Orbithöhen zwischen 200 und 2000 Kilometern erkennen. Betreiber gefährdeter Satelliten können ihre teuren Objekte dann bremsen oder die Flughöhe verändern. Auch die Internationale Raumstation ISS in rund 400 Kilometern Höhe kann gewarnt werden.

Gestra: Vollbetrieb im nächsten Jahr