Rangliste von Transparency
Deutschland bei Korruptionsverfolgung herabgestuft

Deutschland hat aus Sicht von Transparency International bei der Strafverfolgung von deutschen Unternehmen, die im Ausland Bestechungsgelder zahlen, nachgelassen. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa

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Seit 2005 war Deutschland immer als aktiver Verfolger eingestuft worden, nun bescheinigt Transparency der Bundesrepublik nur noch eine moderate Umsetzung. Das letzte große Verfahren aufgrund des Schmiergeld-Skandals bei Siemens liegt schon einige Jahre zurück.

Bei der Strafverfolgung von deutschen Unternehmen, die im Ausland Bestechungsgelder zahlen, hat Deutschland aus Sicht von Transparency International nachgelassen.

Sowohl die Zahl der eingeleiteten Ermittlungen als auch der eröffneten Verfahren gegen große Unternehmen habe in den vergangenen Jahren abgenommen, heißt es im Bericht «Exporting Corruption», den die Nicht-Regierungsorganisation am Dienstag vorgestellt hat. Darin untersucht die Organisation regelmäßig die entsprechenden Aktivitäten von 47 Ländern, von denen 43 die Konvention gegen Bestechung ausländischer Amtsträger der internationalen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterschrieben haben.