Noch genau drei Wochen bis zur wichtigsten Wahl des Jahres. Am 3. November bestimmen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Im Vorfeld werden praktisch täglich neue Umfrage publik. Im Fokus dabei: die sogenannten Swing States. Diese Bundesstaaten sind traditionell keinem politischen Lager eindeutig zuzuordnen. Ihnen kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Der demokratische Herausforderer Joe Biden hat seinen Vorsprung auf US-Präsident Donald Trump in Wisconsin und Pennsylvania nun weiter ausgebaut. Biden kommt einer am Montag veröffentlichten Erhebung von Reuters/Ipsos in beiden Bundesstaaten auf 51 Prozent und Trump auf 44 Prozent. Vor einer Woche hatte Biden in Wisconsin sechs und in Pennsylvania fünf Punkte vorn gelegen.

Die Amerikanerinnen und Amerikaner wählen ihren Präsidenten nicht direkt, sondern sie entscheiden über die Zusammensetzung des sogenannten Electoral College. Dieses Gremium, bestehend aus 538 Wahlleuten, wird Mitte Dezember über den Präsidenten abstimmen.

Jeder Bundesstaat entsendet – je nach Einwohnerzahl – zwischen drei und 55 Wahlleute. Fast überall entscheidet das Winner-takes-all-Prinzip: Die Wahlleute stimmen jeweils für den Kandidaten, der in ihrem Bundesstaat die meisten Stimmen bekommen hat. Ob die Mehrheit im Staat riesig ist oder hauchdünn, spielt dabei keine Rolle.

In vielen Bundesstaaten gilt die Wahl als praktisch entschieden: Die Menschen dort stimmen traditionell mit deutlicher Mehrheit für den Kandidaten der einen oder der anderen Partei. So führt Biden etwa in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien (55 Wahlleute) und New York (29), wo die Demokraten regelmäßig Wahlen gewinnen. Trump liegt unter anderem in den republikanisch geprägten Staaten Tennessee (11), Alabama (9) und Kentucky (9) mit Abstand vorn.

Der Fokus liegt auf ganz bestimmten Staaten

In anderen Bundesstaaten sind die Rennen knapper. Die Wahlergebnisse dort werden maßgeblich über das Kräfteverhältnis im Electoral College entscheiden. Mancherorts…