Studie im Auftrag der Aktivisten
„CO2-frei bis 2035“: Fridays for Future fordern drastische Schritte für Klimaschutz

Sehen Sie im Video: Fridays for future“ stellen Studie vor, wie Deutschland 2035 klimaneutral sein kann.

Will man die Klimaziele von Paris erreichen, dann muss mehr passieren. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von Wissenschaftlern des Wuppertal Instituts und Vertretern der Fridays-For-Future-Bewegung am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Carla Reemtsma von Fridays-For-Future fordert von der bisherigen Klimapolitik der Bundesregierung bessere Ergebnisse: „An alle Entscheidungsträger/-innen sagen wir heute: Es reicht nicht aus, sich in Interviews zu den Zielen des Pariser Klimaabkommen zu bekennen, nur um am Ende seine eigenen unzureichenden Ziele zu verfolgen. Nur wenn alle demokratischen Parteien gewillt sind, sich ernsthaft hinter die Ziele des Pariser Klimaabkommen zu stellen und die damit einhergehenden Maßnahmen umzusetzen, können wir die Bekämpfung der Klimakrise als gesamte Gesellschaft meistern.“ Die Studie zeigt deutlich, dass es möglich ist, in Deutschland in den nächsten 15 Jahren klimaneutral zu werden. Was fehle, sei der politische Wille. Annika Tönjes vom Wuppertal Institut dazu am Dienstag in Berlin: „Um bis 2035 CO2-Neutralität zu erreichen, wäre es notwendig, den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik massiv zu beschleunigen. Der jährliche Zubau müsste etwa drei bis viermal so hoch sein, wie es die Ziele der Bundesregierung momentan vorsehen. Insbesondere die Windenergie an Land braucht einen neuen Anschub. Hier ist eine Verfünffachung des jährlichen Zubaus notwendig.“ Das von der internationalen Staatengemeinschaft im Jahr 2015 in Paris vereinbarte Abkommen hat das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius,…