Entscheidung fällt
Audi-Prozess: Wir das Stadler-Verfahren abgetrennt?

Die Anwälte des langjährigen Audi-Chefs Stadler hatten die Abtrennung des Verfahrens gegen ihren Mandanten beantragt. Foto: Matthias Schrader/Pool AP/dpa

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92 Seiten hat die Anklageschrift im Audi-Prozess. Die Vorwürfe gegen den Ex-Chef des Autobauers, Rupert Stadler, beginnen erst auf Seite 86. Die Verteidigung will das Verfahren abtrennen – nun muss das Gericht entscheiden.

Der Audi-Prozess könnte heute seinen prominentesten Angeklagten verlieren. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II muss am vierten Verhandlungstag über die Abtrennung des Verfahrens gegen Rupert Stadler entscheiden.

Zudem wird die Befragung des angeklagten Motorenentwicklers Giovanni P. fortgesetzt, der die Manipulationen an Dieselmotoren zur Abgastrickserei laut Staatsanwaltschaft mit veranlasst haben soll.

Die Anwälte des langjährigen Audi-Chefs Stadler hatten die Abtrennung des Verfahrens gegen ihren Mandanten vergangene Woche beantragt. In ihrer Begründung machten sie der Münchner Justiz deutliche Vorwürfe. Das Verfahren sei «grob unfair», sagte Verteidiger Thilo Pfordte. Im Kern der Kritik steht, dass Stadler zusammen mit den drei anderen Beschuldigten angeklagt…