von Daniel Bakir
13.10.2020, 17:23 Uhr

Jörg Ehmer, CEO der Optikerkette Apollo, spricht im Interview über Augenschäden durch Homeoffice, verändertes Corona-Kundenverhalten und die Konkurrenz durch Brillenhändler im Internet.

Herr Ehmer, durch vermehrtes Homeoffice, Netflix-Schauen und digitale Kommunikation starren wir mehr auf Bildschirme als je zuvor. Was macht Corona mit unseren Augen? 

Die Augenprobleme nehmen zu. Wir haben eine Umfrage gemacht, die ergeben hat, dass jeder dritte Deutsche wegen Corona mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringt. Gerade im Homeoffice sind die Bedingungen aber oft nicht optimal: kleinere Bildschirme, schlechtere Beleuchtung und so weiter. Viele Befragte klagen daher über trockene und erschöpfte Augen. Und jeder Dritte, der mehr Zeit vor Bildschirmen verbringt, sagt sogar, dass sich seine Sehkraft in der Corona-Zeit gefühlt verschlechtert hat.

Das sind für die Optiker doch hervorragende Neuigkeiten. Wenn die Bildschirmstarrer bald alle eine Brille brauchen, klingelt die Kasse.

Naja, 75 Prozent der Betroffenen haben sich nicht um ihre Augenprobleme gekümmert, sind weder zum Augenarzt noch zum Optiker gegangen, um einen Sehtest zu machen. Das ist natürlich nicht gut. Die Menschen schädigen ihre Augen und nehmen sich Lebensqualität.