Langsam wird es unübersichtlich: Masken soll man beim Einkaufen tragen und mittlerweile auch auf einigen Plätzen im Freien. Sobald man im Restaurant am Tisch sitzt, darf man sie aber ablegen. Menschen aus bestimmten Regionen dürfen in einigen Bundesländern ohne negativen Coronatest nicht im Hotel übernachten – in anderen schon. In Berlin, München und Frankfurt gibt es Sperrstunden und Ausschankverbote. Dabei ist es wissenschaftlich bisher nicht erwiesen, dass das die Corona-Zahlen minimieren kann.

Wissenschaft und Politik streiten darüber, welche Maßnahmen tatsächlich etwas bringen und welche überflüssig sind. Einige, so viel ist sicher, sind ein Kompromiss, um einen zweiten Shutdown zu umgehen und der Wirtschaft nicht noch mehr zu schaden.

Ein Überblick über einige neue Regelungen.

Sperrstunde und Ausschankverbote

Die Maßnahme: In einigen Städten gelten zum Teil Alkoholausschankverbote und Sperrstunden in der Zeit von 22 (beziehungsweise 23 Uhr in Berlin und Frankfurt) bis 6 Uhr.

Die Idee: In einigen Großstädten wie Berlin, München oder Frankfurt ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über den kritischen Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen. Durch eine Sperrstunde und das Verbot von Alkoholverkauf in der Nacht will man Partys und Alkoholgelage reduzieren. Denn vor allem in Berlin sehen die Behörden Raves und private Feiern als Treiber der Pandemie.