IWF-Konjunkturprognose für 2020
Der Corona-Schock hat die Weltwirtschaft hart getroffen – mit langfristigen Folgen

Die Corona-Pandemie lässt die deutsche Wirtschaft dem Ifo-Institut zufolge nicht so stark schrumpfen wie die globale Finanzkrise 2009. Der Absturz der deutschen Wirtschaft verlaufe glimpflicher als gedacht, sagten die Ifo-Ökonomen am Dienstag. Der Rückgang im zweiten Quartal und die Erholung würden derzeit günstiger als erwartet verlaufen, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Insgesamt wird die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt dieses Jahres voraussichtlich um 5,2 Prozent niedriger sein als im Jahr 2019. Damit haben wir unsere Prognose im Vergleich zum Sommer, als wir noch mit 6,7 Prozent gerechnet haben, deutlich nach oben korrigiert.“ Das Ifo-Institut ist damit optimistischer als die Bundesregierung, die mit minus 5,8 Prozent rechnet. Dafür rechnen die Wirtschaftswissenschaftler damit, dass das Wachstum im kommenden Jahr geringer ausfallen wird als ursprünglich angenommen. Das Institut geht nun von 5,1 statt 6,4 Prozent aus. Ende nächsten Jahres könne die Wirtschaft dann ihr Vorkrisenniveau erreichen. Gesamtwirtschaftlich wichtig sei auch , dass Schulen und Kindergärten geöffnet blieben, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest: „Aus wirtschaftlicher Sicht ist es natürlich schon so, dass, solange Schulen und Kindergärten beeinträchtigt werden, auch die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigt wird. Weil viele Eltern gar nicht zur Arbeit gehen können oder nur sehr eingeschränkt.“ Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts auch sichtbare Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Die Zahl der Erwerbslosen wird der Prognose zufolge von durchschnittlich 2,3 Millionen im vergangenen Jahr auf 2,7 Millionen 2020 steigen. 2022…