Es ist Urlaubszeit – aber nicht für alle. Wer das Pech hat, in einem Corona-Hotspot zuhause zu sein, für den fällt die Herbstferienreise de facto aus. Der Grund: Das so genannte Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten. Besonders ärgerlich für die Betroffenen ist die Tatsache, dass die Regelungen nicht einheitlich sind. 

O-TON Hotelmanagerin Anne-Kathleen Jacob  „Aus meiner Sicht ist es das Unplanbare für die Gäste. Jemand hat schulpflichtige Kinder und hat jetzt Herbstferien. Er kann sich überhaupt nicht darauf vorbereiten. Er steht morgens auf der Liste und darf am gleichen Tag nicht mehr anreisen. Und die Möglichkeit, sich frei zu testen mit einem negativen Coronatests besteht hier in keinster Weise. Im Moment ist Mecklenburg unplanbar, und dann würde ich mich als Berliner auch für ein anderes Bundesland entscheiden, weil ich das wenigstens in der Hand habe, wirklich reisen zu dürfen.“ 

Aktuell gilt das Verbot für Bewohner von 28 deutschen Landkreisen und Großstadtbezirken – und damit für Millionen Menschen. Die Kritik wird immer lauter. Hotel- und Gaststättenverbände bereiten schon Klagen vor. Auch Ministerpräsidenten wie Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen und Michael Müller aus Berlin kritisierten die Maßnahmen. Bei Hoteliers in den Urlaubsgebieten herrscht Frust: 

O-TON Hotelmanagerin Anne-Kathleen Jacob „Aus meiner Sicht ist es so, dass die Urlauber den Virus nicht unbedingt verbreiten. Wir haben auch Zahlen dazu, hat heute die Dehoga von Mecklenburg-Vorpommern gesagt, irgendwie 1,1 Prozent der Urlauber, die überhaupt gereist sind, haben sich mit Corona infiziert. Wir hier halten ja die Regeln ein, Abstand, Maske. Dass sich das Infektionsgeschehen hier ausbreitet, findet aus unserer Sicht nicht statt.“ 

Auch die Urlaubsgäste, die da sein dürfen, weil sie NICHT aus Risikogebieten kommen, sind mit dem Beherbergungsverbot nicht einverstanden. 

O-TON Holger Wiebock „Ich finde das völlig falsch. Ich finde…