Zahlreiche Büros in Deutschland sind seit Beginn der Corona-Krise weitgehend verwaist. Doch Homeoffice bedeutet nicht das Ende des Büros.

Ungeachtet des coronabedingten Trends zur Arbeit daheim wird das Büro in absehbarer Zeit nicht aus dem Arbeitsalltag in Deutschland verschwinden.

Zwar haben die Unternehmen seit dem Frühjahr wesentlich weniger neue Büros angemietet als vor der Pandemie, doch einen flächendeckenden Trend zur Kündigung von Büromietverträgen gibt es nicht. Ökonomen, Makler und Unternehmensberater gehen zwar davon aus, dass Corona langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsalltag haben wird – doch wie diese aussehen könnten, ist bislang nicht klar erkennbar.

Im zweiten und dritten Quartal haben die deutschen Unternehmen nach Marktdaten des großen internationalen Maklers Savills in den sieben größten Städten jeweils nur noch halb so viel neue Bürofläche angemietet wie im langjährigen Durchschnitt. Statt einer Million wurde demnach nur eine halbe Million Quadratmeter pro Quartal neu vermietet. «Gerade die großen Unternehmen halten sich mit Anmietungen zurück, die einzige Ausnahme ist die öffentliche Hand», sagt Michael Pink, Chef der Marktbeobachtung bei der deutschen Tochter des britischen Unternehmens.

Doch bedeutet dies, dass Unternehmen nun flächendeckend keine Büros mehr brauchen? Keineswegs: «Viele Unternehmen bevorzugen aktuell eine Verlängerung ihrer aktuellen Mietverträge», sagt Pink. «Die Leerstandsquote ist zwar das erste…