Corona-Krise
Im Buchhandel trennt sich die Spreu vom Weizen

Die Corona-Krise wirkt sich stark auf den Buchhandel in Deutschland aus. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rumpenhorstdpa

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Die Covid-19-Pandemie hat im Buchhandel zu massiven Umsatzeinbrüchen geführt. Doch trifft die Krise nicht jeden mit gleicher Wucht. Marktführer Thalia Mayersche etwa trotzt dem Trend.

In vielen Buchhandlungen liegt derzeit der Bestseller «Der Corona-Schock» des bekannten Ökonomen Hans-Werner Sinn im Schaufenster. Kein Wunder: Schließlich belegt das Sachbuch derzeit den Spitzenplatz in der Spiegel-Bestseller-Liste.

Doch wer will, könnte den gerne prominent platzierten Buchtitel auch als Kommentar zur Lage des Buchhandels in Deutschland lesen. Denn die Covid-19-Pandemie hat die Branche gewaltig erschüttert.

Besonders hart traf Corona die «klassischen» Buchhändler in den Einkaufstraßen. Zwischen Januar und September büßten sie nach den jüngsten Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Vorjahresvergleich fast ein Zehntel ihrer Umsätze ein. Die Buchläden litten nicht nur unter den coronabedingten Ladenschließungen, auch danach setzten ihnen die gesunkenen Besucherfrequenzen in vielen Einkaufsstraßen weiter zu.