Gesetzesänderung
Bangladesch führt die Todesstrafe für Vergewaltiger ein

„We want to be safe not to be raped“ – wir wollen sicher sein und nicht vergewaltigt werden, steht auf diesem Plakat bei einer Demonstration mit Hunderten Menschen in der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka am Samstag. Hauptsächlich Frauen nahmen daran teil. „Frauen sind Opfer von Vergewaltigungen, sogar Kinder. Kein Täter wurde bisher bestraft und jetzt wollen wir Gerechtigkeit.“ „Ich stehe hier, damit ich nicht die Nächste bin. Nicht das nächste Opfer von Vergewaltigung oder Gewalt. Ich bin für niemand anderen gekommen, sondern für mich.“ Auslöser der Proteste war ein kürzlich im Netz kursierendes Video aus dem südöstlichen Bezirk Noakhali, in dem eine Gruppe von Männern eine Frau angreifen und ausziehen. Solche Vorfälle haben Medienberichten und Behördenangaben zufolge in den letzten Jahren stark zugenommen. Demnach machten Gruppenvergewaltigungen mehr als ein Fünftel der fast 1000 registrierten Übergriffe von Januar bis September aus. Zur strafrechtlichen Verfolgung käme nur selten. Zudem vermieden viele Opfer aus Angst vor Stigmatisierung, eine Anzeige aufzugeben. Die Proteste bewegten die Regierung nun dazu, die Todesstrafe für Täter in Erwägung zu ziehen. Im Kabinett äußerten manche aber bereits ihren Wunsch auf eine Abänderung des Gesetzes. Menschenrechtsaktivisten machen für die zunehmenden Vergewaltigungen mangelndes Bewusstsein, eine Kultur der Straflosigkeit und den Schutz von Verdächtigen durch einflussreiche Personen verantwortlich.

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