Vergiftung von Nawalny
EU-Außenminister beraten über Sanktionen gegen Russland

Alexej Nawalny ist einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Foto: Andrew Lubimov/AP/dpa

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Kremlkritiker Alexej Nawalny wurde in Russland mit einem verbotenen Kampfstoff vergiftet. Berlin und Paris wollen deshalb neue EU-Sanktionen gegen Moskau. Heute beraten die Außenminister.

Nach der Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny beraten die EU-Außenminister heute über neue Sanktionen gegen Russland.

Außenminister Heiko Maas (SPD) und sein französischer Kollege Jean-Yves le Drian hatten am Mittwoch angekündigt, «ihren europäischen Partnern Vorschläge für zusätzliche Sanktionen» zu unterbreiten.

Zuvor hatte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nachgewiesen, dass Nawalny mit einem chemischen Nervengift der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde – und damit Ergebnisse von Laboren in Deutschland, Frankreich und Schweden bestätigt. Für die Täterschaft gibt es aber bisher keine öffentlich zugänglichen Beweise. Nawalny selbst vermutet, dass der russische Staat hinter der Vergiftung steckt. Ob am Montag schon eine grundsätzliche Sanktionsentscheidung getroffen wird, war vor dem Treffen unklar.