Aktivisten der Organisation Extinction Rebellion haben mit einer Protestaktion am Pariser Eiffelturm mehr internationales Engagement gegen den Klimawandel gefordert.

Acht Aktivisten kletterten am Sonntag an der Außenseite des Bauwerks bis zum ersten Stock hoch und brachten dort ein großes rosafarbenes Transparent mit der Aufschrift „Rebel“ („Rebelliert“) an. Die Kletterer wurden von der Polizei festgenommen.

Nach Angaben von Extinction Rebellion hielten sich zwölf weitere Aktivisten innerhalb des Eiffelturms auf, die beim Aufrollen des Transparents halfen. Die Aktion stellte den Auftakt zu einer Serie von Protesten dar, welche die Organisation für den Verlauf der Woche in Frankreich plant.

Extinction-Rebellion-Mitglied Lea Lecouple sagte der Nachrichtenagentur AFP, durch die Corona-Pandemie werde die Botschaft der Klima-Aktivisten bestätigt. Die globale Gesundheitskrise zeige, dass „Co2-Emissionen aufhören, dass Flugzeuge am Boden gehalten werden können“.

Erst im vergangenen Monat hatten Aktivisten von Extinction Rebellion in London Straßen in der Nähe des Parlaments besetzt, um den Verkehr zu blockieren. Dabei wurden rund 90 Mitglieder festgenommen.

Das Ziel: Eine Kehrtwende in der Klimapolitik soll her

Extinction Rebellion (XR) versteht sich nicht als aktivistische Elite, sondern als Sammlungsbewegung. Nachdem XR-Aktivisten der ersten Stunde am 31. Oktober 2018 auf dem Londoner Parliament Square eine „Rebellion gegen die Regierung“ ausgerufen haben, ist die Bewegung nach eigenen Aussagen in Dutzende Länder expandiert, darunter die Salomonen im Südpazifik und die USA, und hat sich neben „Fridays for Future“ als zweiter Arm einer neuen globalen Klimabewegung etabliert.

Der Weg der XR-Anhänger: Sie wollen den Verkehr, das Wirtschaftsleben und die Regierungsgeschäfte mit friedlichem zivilem Ungehorsam zum Erliegen bringen, um damit eine Kehrtwende in der Klimapolitik herbeizuzwingen.

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