Konjunkturprognose
Stahlindustrie wird sich nur langsam von Corona erholen

Ein Stahlarbeiter steht auf dem Gelände von ThyssenKrupp vor einer Stahlblechrolle. Foto: Jonas Güttler/dpa

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Weltweite Überkapazitäten, die Folgen der Corona-Pandemie und ein teurer Umbruch: Die Stahlindustrie steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Die EU will helfen. Die Debatte über geeignete Instrumente aber läuft – ebenso wie über ein Freihandelsabkommen.

Die deutsche Stahlindustrie wird sich nach Einschätzung des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung nur langsam von der Corona-Krise erholen.

Im kommenden Jahr sei deshalb noch einmal mit dem Abbau von rund 3000 Arbeitsplätzen in der Branche zu rechnen, prognostizierten die Konjunkturexperten in ihrem am Montag veröffentlichten «Stahlbericht».

Nach Einschätzung der Branchenkenner wird die Rohstahlerzeugung in Deutschland in diesem Jahr wegen der Corona-Krise und dem damit verbundenen Einbruch der deutschen Industrieproduktion um 15 Prozent sinken. Im nächsten Jahr werde die Produktion zwar wieder um 10,9 Prozent auf 37,5 Millionen Tonnen steigen. Damit werde das Vorkrisenniveau aber auch 2021 noch deutlich verfehlt. Insgesamt dürften die Erzeugungskapazitäten im kommenden Jahr laut RWI…