Israel will die Beziehungen zu zwei arabischen Staaten normalisieren. Nach Vermittlungen durch die USA unterzeichneten Israel, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vergangenen Monat mehrere Abkommen. Mit ihnen wurde der Frieden, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die „volle Normalisierung“ der Beziehungen vereinbart. Nun hat die Vereinbarung mit den Emiraten eine weitere Hürde genommen.

Die israelische Regierung stimmte für das historische Annäherungsabkommen. Die Minister nahmen einstimmig einen Vorschlag von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu an, die Vereinbarung am Donnerstag dem Parlament zur Billigung vorzulegen. Anschließend solle es noch einmal abschließend von der Regierung ratifiziert werden, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.

Die Außenminister der VAE und Bahrains sowie Israels Ministerpräsident Netanyahu hatten im vergangenen Monat in Washington die Aufnahme diplomatischer Beziehungen besiegelt. Die Zeremonie fand im Beisein von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus statt. Damit unterhalten nun vier arabische Staaten, darunter auch Ägypten und Jordanien, diplomatische Beziehungen mit Israel. Die formelle Zustimmung zum Abkommen mit Bahrain steht noch aus.

Weitere Staaten seien an Vereinbarung interessiert

Netanyahu betonte nun die Bedeutung der Vereinbarung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Anders als in der Vergangenheit habe Israel dafür keine Gebiete abtreten müssen, sagte er. Die Vereinbarung habe große wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten. Außerdem habe Saudi-Arabien seinen Luftraum für Flüge aus und nach Israel geöffnet. „Dies bedeutet, dass Israel keine Sackgasse mehr ist, sondern eine zentrale Kreuzung.“ Die Vereinbarung zeige die „dramatische Veränderung von Israels Stellung in der Region“. Weitere arabische Staaten seien an Vereinbarungen interessiert.

In der israelischen Hafenstadt Haifa sei bereits ein erstes Frachtschiff aus den Emiraten eingetroffen, berichtete die „Jerusalem Post“ am…