Die Politik nutzt angeblich steigende Covid-19-Infektionszahlen, um neue Freiheitseinschränkungen zu begründen.

Ein Kommentar von Tilo Gräser.

Noch immer werden positive Ergebnisse von Tests auf das Virus SARS-CoV-2 von Politik und Fachleuten als „Infektionszahlen“ bezeichnet. Oft wird das durch die Wortwahl mit Erkrankungen gleichgesetzt. Medien geben das meist unkommentiert an die Bevölkerung weiter. Die wird damit in der Coronakrise weiter in Atem und Angst gehalten. Die Bürger sollen nicht zweifeln, sondern sich anpassen, egal wie sinnvoll die mit den steigenden Zahlen begründeten neuen Beschränkungen sind. Das ist der Wunsch von Regierenden und Wissenschaftlern, die sie beraten. Sie nutzen bei der anhaltenden Angst- und Panikmache den Herbst mit seinem üblichen Mehr an Erkältungen und Infektionen. Auf Pressekonferenzen in den letzten Tagen meldeten sich Politiker, Mediziner und Virologen zu Wort. Da rief der Bundesgesundheitsminister einen „Charaktertest“ der Gesellschaft aus. Virologe Christian Drosten forderte eine „Qualitätskontrolle für Äußerungen von Wissenschaftlern“. Nur sein Fachkollege Hendrik Streeck sorgt sich wegen des „eindimensionalen Blicks“ auf die Zahlen.

Im Herbst fallen die Blätter – und steigen in jedem Jahr die Zahlen der Erkältungsinfektionen durch entsprechende Erreger. Und in diesem Herbst steigen die als „Infektionszahlen“ gemeldeten positiven Ergebnisse der Tests auf das Virus Sars-Cov-2. Das wird in diesem Jahr erstmals intensiv beobachtet und verfolgt.

Dieses Coronavirus löst laut Weltgesundheitsorganisation WHO die Atemwegserkrankung Covid-19 aus. Deshalb wurde im März dieses Jahres die Covid-19-Pandemie ausgerufen. So viel Aufmerksamkeit bekam bisher kein Erreger einer Erkältungskrankheit, auch nicht der Influenza, selbst wenn sie immer wieder auch zu massenhaften Todesfällen führten – ganz zu schweigen von anderen Krankheits- und Todesursachen.

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