Besonders hart hat die Corona-Pandemie den Einzelhandel in den sonst sehr gut frequentierten Toplagen der Metropolen getroffen. Das hat der Geschäftsführer der Handelsberatung BBE, Joachim Stumpf, beobachtet. Das Erfolgsrezept der Toplagen, die in normalen Zeiten Kunden von weit her anlocken und einen großen Teil der Umsätze mit Touristen machen, funktioniere aktuell nicht mehr. „Corona hat in den Innenstädten alles durcheinandergewirbelt.“

Dagegen hätten sich vermeintliche Problemstandorte in kleineren Städten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den Verlierern gehörten, rasch von dem Corona-Schock erholt. Sie profitierten davon, dass die Verbraucher das Getümmel mieden. Auch nüchterne Fachmarktzentren hätten sich dagegen viel besser von der Krise erholt.

Shopping-Center hingegen gehören zu den Opfern der Krise. „Ihnen macht die Maskenpflicht zu schaffen – und die Tatsache, dass viele Verbraucher deshalb den Aufenthalt in geschlossenen Räume möglichst kurz halten“, sagt Joachim Will, Inhaber des Wiesbadener Beratungsunternehmens Ecostra. Einige Shopping-Center würden die Krise nicht überleben.

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