Inmitten der Coronakrise hat die Fluggesellschaft British Airways ihre Führung ausgetauscht. Der Spanier Alex Cruz, der das Unternehmen seit 2016 leitete, legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, heißt es in einer Mitteilung der International Airlines Group (IAG), zu der British Airways gehört. Nachfolger soll Sean Doyle werden, der bislang die ebenfalls zur International Airlines Group gehörende Fluglinie Aer Lingus leitete. Der 54-jährige Cruz bleibt in einer anderen Rolle bei British Airways.

Der Chef des Airline-Konsortiums IAG, Luis Gallego, nannte die Corona-Pandemie die „schwerste Krise“ der Branche. Die Umstrukturierung solle helfen, gestärkt aus dieser Krise zu kommen.

Die Pandemie hat die Flugbranche hart getroffen. Seit Monaten steht der internationale Flugverkehr praktisch still, nur noch ein Bruchteil der üblichen Starts und Landungen kann durchgeführt werden. Der durch die Pandemie zeitweise fast komplett eingebrochene Flugverkehr erholt sich nur langsam und schleppend. Die British-Airways-Mutter IAG verzeichnete im zweiten Quartal einen Milliardenverlust. Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,1 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 736 Millionen ein Jahr zuvor.

Die massiven Einbrüche bei den Buchungen wegen der Corona-Einschränkungen wirken sich auch auf das Flottenmanagement der Airlines aus: Kürzlich stellte British Airways all ihre Boeing 747 außer Dienst.

Icon: Der Spiegel