Anzeichen für Lebensformen
Wieder im Fokus: der Planet Venus

Der helle Planet Venus ist umringt von Plejaden. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa

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Der «Planet der Liebe» wurde von der Raumfahrt zuletzt eher stiefmütterlich behandelt. Das hat sich seit kurzem wieder geändert, seit Anzeichen für mögliche Lebensformen in der Atmosphäre der Venus entdeckt wurden. Missionen sollen folgen.

Die Venus bekommt diese Woche Besuch von der Erde. Zwar mit gebotenem Abstand von knapp 11 000 Kilometern – aber immerhin.

Die europäisch-japanische Merkur-Sonde «BepiColombo» fliegt am Donnerstag vorbei, um durch die Gravitationsbedingungen ihre Fahrt auf dem Weg zum Merkur abzubremsen. Es gibt aber bei den Forschern auch die leise Hoffnung bei diesem ersten von zwei «Venus-Flybys», weitere Anzeichen für mögliche Lebensformen in der Atmosphäre des Planeten zu finden. Wenn nicht jetzt, dann aber doch im August 2021, wenn «BepiColombo» in nur etwa 550 Kilometern Distanz nochmal an der Venus vorbeisaust.

Erst vergangenen Monat gaben Astronomen bekannt, dass sie in der Venus-Atmosphäre das Gas Monophosphan entdeckt haben. Auf der Erde entsteht diese Verbindung aus einem Phosphor- und drei Wasserstoffatomen (PH3) vor allem durch biologische Prozesse, die…