von Leonie Scheuble
12.10.2020, 19:33 Uhr

Mit ihrer Ernennung könnte die Juristin Barrett den Obersten US-Gerichtshof deutlich nach rechts rücken. Nun beginnt die Anhörung von Donald Trumps Favoritin im Senat.

Die sogenannte „Supreme Court Battle“ geht in die heiße Phase: Im Justizausschuss des US-Senats hat an diesem Montag die mehrtägige Anhörung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett begonnen. Am ersten Tag soll die Kandidatin von Präsident Donald Trump zunächst vorgestellt werden, am Dienstag geht es mit der Befragung von Barrett weiter. Warum für das liberale Amerika viel auf dem Spiel stehen könnte – ein Überblick.

Warum ist die Supreme Court Battle so wichtig?

Trump hatte Barrett als Nachfolgerin der verstorbenen liberalen Richterin Ruth Bader Ginsburg nominiert. Die 48-Jährige war bislang Bundes-Berufungsrichterin in Chicago, ist bekennende Katholikin und Mutter von sieben Kindern. Mit ihrer Ernennung bekämen die Konservativen im Supreme Court eine dominierende Mehrheit von sechs der insgesamt neun Sitze am Gericht. Besonders bei Rechtsstreitigkeiten zu politisch umkämpften Fragen wie Einwanderung, das Recht auf Abtreibung oder Gesundheitsversorgung hat das Gericht oft das letzte Wort.

Der Präsident und die Republikaner im Senat wollen Barrett daher um jeden Preis noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November ins Oberste Gericht bringen. Trump machte keinen Hehl daraus,…