Einen Tag nach den Titelgewinnen des deutschen Doppels Kevin Krawietz und Andreas Mies und der Polin Iga Swiatek im Damen-Einzel erleben die French Open ein Herren-Einzel der Superlative: Der 34 Jahre alte Spanier Rafel Nadal setzte sich mit einer glanzvollen Vorstellung im Finale mit 6:0, 6:2, 7:5 gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic durch und zog mit seinem 20. Grand-Slam-Sieg in der ewigen Bestenliste mit Roger Federer aus der Schweiz gleich. Djokovic steht bei 17 Majortiteln.

Das Finale der Superlative erfüllte vom ersten Ballwechsel an vom Niveau her sämtliche Erwartungen. Was die beiden Final-Protagonisten in der ersten halben Stunde darboten, war Sandplatz-Spektakel par excellence. Von Beginn an war es eine Machtdemonstration von Nadal. Nach 41 Minuten stand es 5:0 für ihn, obwohl Djokovic nicht einmal schlecht spielte. Nach einer Dreiviertelstunde nutzte Nadal unter dem wegen Regens geschlossenen Dach über dem Court Philippe Chatrier den Satzball zum 6:0.

Djokovic chancenlos

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic musste sich geschlagen geben

Nadal feierte damit seinen insgesamt 100. Sieg auf der roten Asche von Paris in 102 Partien und wahrte seine weiße Weste in Finalduellen der French Open. Er triumphierte zum vierten Mal in Serie und zeigte seine Rührung ganz offen. „Dieser Platz hier ist für mich der wichtigste. Es ist nunmal hier mein Wohnzimmer.“ 

Der Mann, der auch am Ende des Jahres die Nummer eins der Tenniswelt sein wird, spielte dabei nicht schlecht. Er spielte sogar am Limit. Dennoch war Djokovic chancenlos. Er hatte in diesem Jahr zuvor beim ATP-Cup, den Australian Open, in Dubai, beim Cincinnati-Masters und beim Rom-Masters kein einziges Spiel verloren – nur bei den US Open flog er im Achtelfinale raus, weil er einen Ball weggeschlagen, dabei eine Linienrichterin getroffen hatte und daraufhin disqualifiziert wurde. Nun musste er seine vierte Finalniederlage in der französischen Hauptstadt hinnehmen. „Ich habe es heute am…