Konflikt um Berg-Karabach
Brüchige Waffenruhe im Kaukasus – Gegenseitige Vorwürfe

Eine Frau sitzt nach einem Beschuss der armenischen Artillerie inmitten der Trümmer ihres Hauses. Foto: Aziz Karimov/AP/dpa

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Mit Vermittlung Moskaus haben Aserbaidschan und Armenien eigentlich eine Waffenruhe im Konflikt um Berg-Karabach vereinbart. Doch die Feuerpause ist brüchig, da beide Seiten wohl versuchen, ihre Positionen noch in letzter Minute zu verbessern.

Die zwischen Armenien und Aserbaidschan vereinbarte Waffenruhe im Konflikt um Berg-Karabach ist bis Sonntagmorgen nicht vollständig in die Tat umgesetzt worden.

Beide Seiten warfen sich auch am frühen Morgen Verstöße gegen die Abmachung und weitere Angriffe vor. Russland bemühte sich unterdessen, die Konfliktparteien an die mit Moskauer Hilfe ausgehandelte Feuerpause zu erinnern.

Am frühen Sonntagmorgen meldeten aserbaidschanische Medien Artillerieangriffe der armenischen Seite auf die Stadt Ganja im Westen des Landes. Unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Baku berichtete die Agentur Azertag, die Stadt sei in der Nacht beschossen worden. Nach einem Bericht der «Bakupost» wurden beim Einschlag eines Projektils in ein Wohnhaus drei Menschen getötet und 40 weitere verletzt.