„It looks like I’m immune“, sagte US-Präsident Donald Trump, 74, am Sonntag in einem Telefoninterview mit dem ihm zugeneigten Nachrichtensender Fox News, übersetzt also: „Sieht so aus, als wäre ich immun.“ Die gefühlte Immunität sei für ihn wie ein „beschützender Glanz“, so Trump, er fühle sich „fantastisch“ und gab an, keine Medikamente mehr zu nehmen. Nach eigener Einschätzung sei er gesund. Er habe die strengsten Test bestanden und sei in großartiger Form.

Trump war eigenen Angaben zufolge am 1. Oktober positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wegen einer Erkrankung an Covid-19 wurde er ab dem 2. Oktober drei Tage lang im Militärkrankenhaus Walter Reed nahe Washington D.C. behandelt. Experten gehen davon aus, dass Menschen nach einer überstandenen Corona-Infektion immun gegen das Virus sein können. Für wie lange, ist aber bislang unklar.

Trump hatte am Samstag erstmals wieder einen öffentlichen Wahlkampfauftritt absolviert. Am Mittag sprach er vom Balkon des Weißen Hauses zu Anhängern aus der schwarzen und hispanischen Gemeinde, die sich auf dem Rasen darunter versammelt hatten. Zuvor hatte er aus dem Status seiner Erkrankung ein Geheimnis gemacht und war in Interviews den Fragen nach aktuellen Testergebnissen ausgewichen.

In dem Interview am Sonntag warb Trump am Sonntag erneut für die Covid-Behandlung mit einem experimentellen Antikörper-Cocktail der Biotech-Firma Regeneron, der ihm im Krankenhaus verabreicht worden sei. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein „Heilmittel“ und ein „Wunder“, das bald allen zur Verfügung stehen solle, so Trump.

Die von mehreren Herstellern entwickelten Antikörper-Behandlungen sind jedoch noch nicht offiziell zugelassen und auf absehbare Zeit auch nur in relativ geringer Stückzahl verfügbar. Kritiker argwöhnen, Trump bewerbe das Mittel als Wunderwaffe, um damit vor der Präsidentschaftswahl am 3. November vom Versagen seiner Regierung bei der Eindämmung der Pandemie abzulenken.

Trumps Leibarzt…