Die nordrhein-westfälische Landesregierung will als Konsequenz aus steigenden Zahlen von Corona-Fällen die Anzahl der Teilnehmer bei Feiern begrenzen. Landesweit solle es künftig eine Beschränkung von maximal 50 Teilnehmern an privaten Feiern im öffentlichen Raum geben, kündigte Ministerpräsident Armin Laschet nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts an.

Ziel müsse es sein, Schulen und Kitas sowie die Wirtschaft offen zu halten. „Dafür muss man bei bestimmten privaten Feierlichkeiten Opfer bringen“, betonte Laschet. Er appellierte zudem an die Bürger, auch in Privatwohnungen auf Feiern auf engem Raum zu verzichten. Mehrere Städte in dem bevölkerungsreichsten Bundesland hatten zuletzt die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, darunter Köln und Essen.

Für solche Hot-Spots solle es künftig landeseinheitlich verbindliche Regeln geben, sagte Laschet. Diese betreffen unter anderem die Zahl der Personen aus mehreren Haushalten, die sich im öffentlichen Raum treffen dürfen, sowie Beschränkungen von Öffnungszeiten in der Gastronomie. „Damit schaffen wir jetzt Einheitlichkeit und Klarheit“, sagte Laschet: „Die Regeln müssen für die Bürger verständlich bleiben.“

Auch bundesweit müsse es mehr einheitliche Regeln in der Corona-Krise geben, sagte Laschet. Dies werde auch Thema beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch sein. Er sei zuversichtlich, dass es dabei gelingen könne, auf bundeseinheitliche Regeln etwa bei Bußgeldern zu kommen: „Alle 16 Länder haben fast gleichermaßen mit den gleichen Problemen zu kämpfen.“

„Solidarische Pflicht auch der Jungen“

Zudem schwor NRWs Ministerpräsident die Bürger mit eindringlichen Worten auf das Einhalten der Corona-Regeln ein. „Viele sind zu leichtfertig geworden. Und jeder einzelne trägt dazu bei, dass wir das Virus bekämpfen“, sagte Laschet.

Besonders in die Verantwortung nahm der Ministerpräsident junge Menschen. „Es ist eine solidarische Pflicht…