Laut Polizeiangaben waren an dem Angriff in der Pariser Vorstadt Champigny-sur-Marne rund 40 Personen beteiligt. Fast eine Stunde lang feuerten sie Feuerwerksraketen in Richtung der Polizeistation ab. Mehrere Polizeiautos und die Eingangstür wurden beschädigt. Es gab zunächst keine Festnahmen. Politiker und Gewerkschaften verurteilten den Angriff.

Den Angaben zufolge hielten sich in der Nacht zum Sonntag zwei Polizisten für eine Zigarettenpause vor der Polizeiwache auf, als die Angreifer auftauchten. Die Beamten schafften es demnach gerade noch, sich vor den teils mit Eisenstangen bewaffneten Angreifern in Sicherheit zu bringen. Die Polizeipräfektur teilte mit, dass in der Nähe zudem acht Mörsergranaten gefunden worden seien. 

Der Bürgermeister von Champigny-sur-Marne, Laurent Jeanne, sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei dem Angriff habe es sich möglicherweise um eine Vergeltungsaktion für einen angeblich von Polizisten verursachten Motrorroller-Unfall gehandelt. Beweise für eine Verantwortung der Beamten bei dem Unfall gebe es aber nicht, betonte Jeanne.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin deutete auf Twitter einen Zusammenhang zum Drogenmilieu an. „Diese kleinen Dealer jagen niemandem Angst ein – und sie werden unsere Anti-Drogen-Arbeit nicht verhindern“, schrieb er.

Überreste der nächtlichen Attacke

Der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement betonte ebenfalls auf Twitter seine „Unterstützung für die Polizeibeamten, die von diesen inakzeptablen Taten betroffen sind“. Auch die Polizeigewerkschaft Alliance verurteilte den Angriff. Es sei höchste Zeit, die Gewalt gegen Sicherheitskräfte zu stoppen. Der Regierung warf Alliance vor, bislang nicht genug für den Schutz von Polizisten unternommen zu haben.

Die Polizeiwache in Champigny-sur-Marne war bereits mehrfach Ziel ähnlicher Angriffe, unter anderem während des Corona-Lockdowns im April. Laut einer im vergangenen November veröffentlichten Studie der französischen Beobachtungsstelle für…