Der Hurrikan „Delta“ ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometern pro Stunde und kräftigen Regenfällen in der Nähe des Orts Creole auf die Küste von Louisiana getroffen. Die Behörden warnten vor „lebensbedrohlichen“ Sturmfluten. Teilweise sei die Flut mehr als zwei Meter hoch gewesen, teilte das staatliche Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami mit.

Mehr als 200 000 Haushalte haben nach Berichten von US-Fernsehsendern keinen Strom. Der Hurrikan schwächte sich über dem Golf von Mexiko zuvor von Stufe drei auf Stufe zwei ab. Meteorologen rechnen damit, dass er auf seinem Weg durch Louisiana schnell an Kraft verlieren wird.

Noch keine Entwarnung

In der Nacht zum Samstag gab es allerdings noch keine Entwarnung. Die Behörden verwiesen unter anderem darauf, dass der Wind zum Teil immer noch herumliegende Trümmerteile des vorherigen Hurrikans „Laura“ durch die Gegend wirbeln könnte. „Laura“ – ein Hurrikan der Stufe vier – war vor sechs Wochen nur wenige Dutzend Kilometer entfernt von Creole durchgezogen. Dabei beschädigte er tausende Häuser. An vielen Häusern im Südwesten Louisianas sind die damaligen Schäden noch nicht behoben worden. So ist auf Fernsehbildern zu sehen, dass zahlreiche Häuser blaue Planen statt fester Dächer haben.

Dieses Haus in Lake Charles wurde vom Vorgängersturm „Laura“ beschädigt

Rund 10.000 Menschen sind noch in Hotels untergebracht, wie Gouverneur John Bel Edwards sagte. Angesichts der Corona-Krise sollen Notunterkünfte bei Evakuierungen nur kurz genutzt werden. Danach würden die Menschen schnell auf weitere Hotelzimmer verteilt werden, fügte Edwards hinzu.

Mit einer Geschwindigkeit von gut 20 Kilometern pro Stunde bewegt sich „Delta“ relativ schnell. „Delta“ hatte zuvor bereits an der mexikanischen Karibikküste für Schäden gesorgt. Die befürchtete Katastrophe aber blieb aus.

Vierter Sturm in Louisiana

Es ist bereits der vierte Sturm, der die Küste von Louisiana in diesem Jahr trifft. „Laura“, der stärkste davon, kostete 30…