Thomas Henningsen, Meeresbiologe bei Greenpeace
„In 40 Jahren ist viel passiert. Das Größte, was wir erreicht haben, ist, dass wir der Umwelt, der Natur eine Stimme gegeben haben.“Dieter Rucht, Institut für Protest- und Bewegungsforschung
„Greenpeace war von Anfang an eine stark medienorientierte Organisation. Die Bilder sollten wirken.“

Jennifer Morgan, Geschäftsführerin Greenpeace International
„Deutschland Greenpeace ist eine wichtige Partner, aber wir wissen, dass wir leben in eine globalisierte Welt, und wenn wir nur in Deutschland gewinnen, gewinnen wir nicht.“

Angefangen hat es mit diesem Schlauchboot. Am 13. Oktober 1980 blockierten Umweltschützer einen Tanker des Unternehmens Kronos Titan. Die Crew sollte im Auftrag von Bayer verdünnte Schwefelsäure in der Nordsee verklappen. Ein paar Monate später: Zwei Männer erklimmen mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen einen Schornstein. Mit einem Spruchbanner protestieren sie gegen die Chemiefirma Boehringer. David gegen Goliath, so fing es an mit Greenpeace Deutschland, und gleich die ersten beiden Aktionen fielen auf fruchtbaren Boden.

Gerd Leipold, Gründungsmitglied Greenpeace Deutschland
„Die Zeit war reif für Greenpeace 1980. In den Achtziger Jahren entwickelte sich plötzlich das ökologische Thema zu einem wichtigen Thema Die Grünen waren gegründet worden, in der Wissenschaft passierte viel, und es gab eine Jugendbewegung gewissermaßen, die nach etwas suchte. So wie das heute auch wieder der Fall ist. Und daraus entwickelte sich sehr, sehr schnell eine rasch wachsende Organisation.“

Bereits neun Jahre zuvor, im September 1971, war in Kanada Greenpeace International gegründet worden. Was als einzelne Protestaktion gegen Atomversuche begann, wurde schnell zu einer professionellen Umweltbewegung.

Dieter Rucht, Institut für Protest- und Bewegungsforschung
„Greenpeace startete mit einer kleinen Gruppe von Hippies, die da eine Aktion machen wollten, in Vancouver oder bei Vancouver. Aber es nahm dann eine ganz andere…