Geringe Wahlbeteiligung
Opposition gewinnt Senatswahl in Tschechien deutlich

Ein Wähler wirft seinen Stimmzettel im tschechischen Brünn in eine Wahlurne. Die Oppositionsparteien haben ihre Mehrheit im Oberhaus des Parlaments ausbauen können. Foto: Václav Šálek/CTK/dpa

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Mitten in der Corona-Krise haben die Menschen in Tschechien gewählt. Die Opposition hat ihre Mehrheit im Senat ausgebaut – und kann damit weiterhin Einfluss auf die Gesetzgebung der populistischen Regierung nehmen. Für Aufsehen sorgte ein prominenter Nichtwähler.

Die Oppositionsparteien haben bei den Senatswahlen in Tschechien ihre Mehrheit im Oberhaus des Parlaments ausbauen können. Bei den Stichwahlen am Freitag und Samstag holten sie 25 der 26 freiwerdenden Sitze, wie nach Auszählung aller Stimmen feststand.

Die stärksten Zugewinne verzeichnete die konservative Bürgermeisterpartei STAN, die sich in beiden Runden elf Mandate sicherte. Sie stellt künftig die größte Fraktion und erhob nach ihrem Wahlsieg Anspruch auf den Posten des Senatspräsidenten. Die Wahlbeteiligung bei den Stichwahlen war sehr gering – auch Präsident Milos Zeman gab seine Stimme nicht ab.

Die Regierungsparteien gehörten zu den klaren Verlierern. Die populistische ANO von…