In Friedrichshain-Kreuzberg herrscht Recht und Ordnung: Das Heizpilzverbot bleibt! Andere Berliner Bezirke mögen wegen Corona neuerdings ein Auge zudrücken. Friedrichshain-Kreuzberg nicht. Am Heizpilzverbot für Kneipen wird nicht gerüttelt, sagt die grüne Bezirksbürgermeisterin. Verstöße werden streng verfolgt.

Die harte Linie ist erstaunlich, steht sie doch im Kontrast zum Legal-Illegal-Scheißegal, für das der Kiez und seine Politiker weit über die Grenzen Berlins hinaus berühmt sind.

Corona-Pandemie? Bekümmert hier offenbar kaum jemanden, wie der lässige Umgang mit Abstandsgeboten und die dramatisch steigenden Infektionszahlen zeigen. Seit dieser Woche betrachten mehrere Bundesländer Friedrichshain-Kreuzberg und seine Nachbarbezirke als Risikogebiete. Was wie ein Einreisestopp für Auswärtige und ein Ausreisestopp für Einheimische klingt; da werden bei älteren Berlinern Erinnerungen wach.

Kriminalität? Die Machenschaften der Clans galten jahrelang eher als Folklore, wie meine Kollegen Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer in ihrem Buch über arabische Großfamilien und ihre kriminellen Imperien beschreiben, das in dieser Woche erschienen ist. Das aktuelle „Lagebild Organisierte Kriminalität“ des LKA beschreibt dies so: Der Bereich „geht einher mit einer Ablehnung des in Deutschland vorherrschenden Werte- und Normensystems“.

Staatliches Gewaltmonopol? Just dieses Wochenende wollen sich in der Liebigstraße wieder die Hausbesetzer mit der Staatsmacht prügeln. In Haus Nummer 34 hat sich vor Jahren ein „anarcha-queer-feministisches Projekt“ einquartiert, das seither mit seinen Unterstützern die Nachbarschaft terrorisiert, um sogenannte Gentrifizierer abzuschrecken, also praktisch alle, die pünktlich Miete zahlen. Es wurden Autos angezündet, Scheiben eingeschmissen und Anwohnern der Satz „Yuppie-Schweine, Schüsse in die Beine“ ans Haus gesprüht, dabei zählten sich viele Nachbarn doch ebenfalls zum linksalternativen Milieu.

Dass die Besetzertruppe nun endlich…