Zweiter Weltkrieg
Die Stalinorgel – der Schrecken der deutschen Wehrmacht

Vor dem Vorgehen von Panzern und Infanterie decken die Salvengeschütze die deutschen Stellungen ein.

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von Gernot Kramper
10.10.2020, 20:33 Uhr

Nach dem Überfall auf die UdSSR erlebten die Deutschen eine Überraschung. Die Katjuscha-Raketenwerfer der Roten Armee überschütteten sie mit einem Hagel an Geschossen. Ihrem nervenzerfetzenden Heulen verdankte die Waffe den Spitznamen Stalinorgel.

Nachdem die deutsche Wehrmacht in die Sowjetunion eingefallen war, stieß sie auf zwei Hindernisse, mit denen die Führung in Berlin nicht gerechnet hatte. Das eine waren die überlegenen schweren Panzer der Typen KV-1 und T-34 und das andere war die gefürchtete „Stalinorgel“, der Mehrfachraketenwerfer BM-13, von den Russen nach einem populären Lied Katjuscha genannt.  Der Werfer wurde schon vor dem Krieg entwickelt, aber zur Zeit des deutschen Überfalls waren nur wenige Exemplare vorhanden. Angeblich soll Stalin die Serienproduktion am Vorabend des deutschen Einmarsches angeordnet haben. Die Katjuscha kombinierte mehrere bereits bekannte Faktoren zu einer furchtbaren Waffe. Einerseits wurden mehrere Abschussrichtungen auf einem Werfergestell kombiniert. Während eine Haubitze nur ein Rohr besitzt, würden auf dem BM-13-Lkw 16 Abschussrampen…