Es war der erste Sieg der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League. Mit 2:1 (1:0) gewann die DFB-Elf in Kiew gegen die Ukraine. Es war ein wenig glanzvoller Erfolg, der viele Probleme, die das deutsche Team in den vergangenen Wochen offenbart hatte, wieder deutlich werden ließ

Leon Goretzka wies Lukas Klostermann an, den freien Raum auf der rechten Seite zu besetzen. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor einen Anspielpartner in der Offensive gesucht. Am Ende musste er wieder einen Rückpass spielen, weil er keinen Mitspieler gefunden hatte. Diese Suche nach Offensivkräften war kein Einzelfall, sondern fast schon die Regel in der ersten Hälfte gegen die Ukraine. Die Mannschaft von Andrej Schewtschenko brauchte nicht viel, um den Motor der DFB-Elf auf niedriger Drehzahl zu halten. Enge Manndeckung, viel Lauffreude und Engagement in den Zweikämpfen genügten, um das Team von Bundestrainer Joachim Löw zu verunsichern. 

Immer wieder leisteten sich eigentlich passsichere Spieler wie Joshua Kimmich oder Serge Gnabry unverständliche Fehlpässe, die die Ukrainer zu Kontern einluden. Allerdings waren die Gastgeber, die 14 Ausfälle, davon sechs Corona-bedingt, verkraften mussten, nicht in der Lage, die deutsche Defensive in Bedrängnis zu bringen. Allein ein Kraftakt von Antonio Rüdiger, der auf einmal Dynamik versprühte und die 1:0-Führung durch Matthias Ginter (20. Minute) mustergültig vorbereitete, sorgte für ein wenig Erleichterung im deutschen Team.  „Geht so“, lautete die Spiel-Analyse des Torschützen. „Wir haben sicher nicht die Sterne vom Himmel gespielt. Das ist nicht der Anspruch der Nationalmannschaft.“

Verunsicherung hat sich verfestigt

Es war in den ersten 45 Minuten ein zäher, träger Auftritt des Löw-Teams, das zwar verdient führte gegen die arg ersatzgeschwächten Ukrainer. Aber die Selbstverständlichkeit und die Überzeugung fehlten, die eigentliche Überlegenheit in weitere Treffer zu verwandeln.  

Kreative Köpfe, die mit ihren technischen…