1. Hotspots in Deutschland

Wieder eine Runde mit Angela Merkel, dieses Mal konferierte die Kanzlerin nicht mit den Ministerpräsidenten, sondern mit den Bürgermeistern der elf größten deutschen Städte (für den nächsten „Trivial Pursuit“-Abend: Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart). Je ernster die Corona-Lage, desto mehr schaltet sich die Kanzlerin ein ins Pandemie-Management, meist per Video.

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Die Pandemie als Chefinnen-Sache

Foto: Pool / Getty Images

Und im Moment steigt die Zahl der Neu-Infektionen eben vor allem in den Großstädten. An der Entwicklung in den Ballungsräumen zeige sich, „ob wir die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle halten können oder ob uns die Kontrolle entgleitet“, sagte Merkel.

Als Hotspot gilt eine Metropole künftig, wenn binnen sieben Tagen mehr mehr als 35 Einwohner pro 100.000 einen positiven Corona-Test gemacht haben. (Mehr dazu finden Sie hier.) Dann kann die Stadt Experten von Bundeswehr und Robert Koch-Institut anfordern, die etwa den Gesundheitsämtern dabei helfen, Kotakte von Infizierten zurückzuverfolgen. Bei mehr als 50 Infizierten pro 100.000 gilt:

Maskenpflicht an öffentlichen Orten, an denen man keinen Abstand halten kann

Sperrstunden und Alkoholverbote

weitergehende Beschränkungen der Teilnehmerzahlen von Veranstaltungen und privaten Feiern

Zuvor hatte Kanzleramtschef Helge Braun im Gespräch mit meinen Kollegen Christoph Hickmann und Martin Knobbe gesagt: „Es muss Beschränkungen geben, vor allem bei Feiern und Veranstaltungen, die nach jetzigem Stand der relevanteste Treiber des Infektionsgeschehens sind.“ Eine Hochzeit im Herbst 2020 könne eben keine große, ausgelassene Feier sein. „Die kann man im nächsten Jahr nachholen.“ Bewohner von Risikogebieten sollten ab sofort auf Reisen verzichten.

2. Hotspot Weißes Haus

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