Symbol der linken Szene
„Es sind Flaschen geflogen“: Polizei räumte bislang 20 Personen aus „Liebig 34“

Sehen Sie im Video: Polizei beginnt trotz Widerstands mit Räumung von besetztem Haus in Berlin.

Am Freitagmorgen hat die Polizei in Berlin damit begonnen, ein besetzes Haus im Bezirk Friedrichshain zu räumen. Am Donnerstagmorgen war eine Sperrzone im Umfeld des Gebäudes errichtet worden, die noch bis Sonntag aufrechterhalten werden soll. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Berliner Polizei war mit Kollegen aus anderen Bundesländern verstärkt worden. Die Beamten versuchten unter anderem mit Kettensäge und Winkelschleifer ins Haus zu kommen. Auch ein Räumfahrzeug war vor Ort. Den Polizisten gelang es in das Haus in der Liebigstraße einzudringen. Es war zu sehen, wie einzelne Hausbesetzerinnen abgeführt worden. Schon vor der eigentlichen Räumung war es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Unterstützern der Hausbesetzer gekommen. Rund 300 Menschen hatten sich den frühen Morgenstunden vor dem Gebäude versammelt und versuchten, die Räumung zu verhindern. Das Wohnprojekt in der Liebigstraße besteht seit 30 Jahren, der Mietvertrag mit dem Eigentümer lief aber 2018 aus. Ziel des Wohnprojekts ist es nach Angaben der Bewohner und Bewohnerinnen, eine alternative Wohnform zu schaffen und ein Zeichen gegen die Gentrifizierung zu setzen.

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Das Wohnprojekt „Liebig 34“ wird seit heute Morgen geräumt. Es ist eines der letzten Symbole der linksradikalen Szene in Berlin. Bei der Räumung stößt die die Polizei auf lautstarken Widerstand.