Keine tiefe Krise
Hapag-Lloyd: Schifffahrt kommt schnell wieder aus dem Tal

Ein Containerschiff fährt in den Hamburger Hafen ein. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

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Im Frühjahr schien es, als würde die internationale Schifffahrt in eine tiefe Krise rutschen. Doch nun zeigt sich: Die Entwicklung ist längst nicht so schlimm eingetreten wie befürchtet.

Die internationale Containerschifffahrt hat sich von den Folgen der Corona-Pandemie schneller als erwartet erholt.

Im laufenden Jahr sei mit einem Minus des weltweiten Containertransports von 4,1 Prozent zu rechnen, teilte Rolf Habben Jansen, der Vorstandsvorsitzende der Reederei Hapag-Lloyd, bei einer Online-Konferenz in Hamburg mit. Er berief sich dabei auf internationale Spezialberatungsunternehmen. Im April dagegen hatte Hapag-Lloyd noch eine Prognose mit einem Rückgang des weltweiten Containertransports von 10,6 Prozent veröffentlicht. Für das nächste Jahr sei ein Wachstum von 5,7 Prozent zu erwarten.

«Niemand hat damit gerechnet, dass die Nachfrage wieder so steigen würde», sagte Habben Jansen. Ein Grund könnte sein, dass die Konsumenten weniger Geld für Restaurants, Konzerte, Kinos und Bars ausgegeben haben und dafür mehr für Haushaltsgegenstände oder Möbel, da sie sich…